SMABARREL – Was steckt hinter dem Projekt?

Ein Einblick hinter die Kulissen

am 12. November 2017 · Abgelegt in Allgemein

Das Projekt Smabarrel gibt es jetzt seit August 2017. Die Mitglieder werden es den Menschen in Äthiopien ermöglichen an sauberes Trinkwasser zu gelangen. Dazu entwerfen sie einen sogenannten Waterroller. Mit diesem können die Menschen vor Ort das Wasser mit wenigr Anstrengung , schneller, wie auch weniger verunreinigt transportieren.

Hierzu hat die Projektleiterin Sarah Özekcin (vorne rechts im Bild) ein paar Fragen beantwortet, um einen kleinen Einblick hinter die Kulissen zu ermöglichen.

Wie seid ihr auf das Projekt gekommen?
Puh da muss ich zugeben, dass Facebook echt super war. Ich habe auf Facebook ein Video über ein ähnliches Produkt entdeckt. Weil ich das Projekt so toll fand, habe ich weiter recherchiert und bemerkt, dass die Umsetzung noch verbessert werden kann. Mit einem Enactus-Ansatz ermöglicht man nämlich nachhaltig bessere Lebensumstände, das hat mich am Ende dazu bewegt dieses Projekt mit Enactus mal wirklich anzupacken.

Wie habt ihr entschieden in welchem Land ihr dieses Projekt startet?      

Wir haben bei unserem ersten Treffen ein großes Brainstorming gemacht und es uns ausgetauscht. Alle haben eine Recherche betrieben und wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass Äthiopien definitiv mehr Unterstützung braucht und die Einwohner von einem rollbaren Kanister profitieren können. Dafür haben wir eine Länderanalyse gemacht und diverse NGO’s angeschrieben um den „NEED“ bestätigt zu bekommen.

Wie seid ihr zu eurem Namen gekommen?
Haha! Bei so einer Namensfindung kommt man manchmal mehr ins Schwitzen als bei anderen wichtigen Meilensteinen. Auch hier haben wir ein gemeinsames Brainstorming, klassisch auf einem großen Blatt, betrieben und die Begriffe Smart und Barrel haben uns sehr gefallen. So wurde aus Smart und Barrel : SMABARREL.

Wie stellt ihr Kontakt zu eurer Zielgruppe her?
Nun, einfach runterfliegen ist leider im jetzigen Zeitpunkt zu teuer. Doch durch die offenen und wirklich tollen anderen NGO’s und hilfsbereiten Menschen haben wir es geschafft 2 tolle Partner an Land zu ziehen.

Kannst du mehr zu euren NGO´s sagen?
Die NGO Akam ist mehr in den Highlands von Äthiopien aktiv und hilft den Menschen bei der Landwirtschaft. Somit haben sie auch viel mit Wasserproblemen zu kämpfen und haben sich direkt dazu bereit erklärt mit uns zu kooperieren. Dann haben wir noch Rania kennengelernt, eine tolle Frau mit Wurzeln in Äthiopien. Ihre Familie lebt in Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien und sie unterstützt uns dort insbesondere bei rechtlichen Themengebieten.

Denkt ihr, es ist schwieriger ein Projekt im Ausland aufzuziehen?

Die Entfernung und die Komplexität des Landes erschwert einem auf jeden Fall die Projektarbeit.
Am liebsten würden wir direkt hinfliegen und alles vor Ort kennenlernen. Aber man muss in einem Projekt auch umdenken, wir haben derzeit nicht die Kapazitäten und die liquiden Mittel. Doch mit Flexibilität und erweitertem Mindset  kommen wir trotzdem weiter.
Doch keine Frage – wenn wir so weit sind und unseren Prototypen haben, dann geht es für uns nach Äthiopien!

Was sind eure größten Hindernisse im Moment?

Mal wieder die Entfernung. Welche Materialien gibt es vor Ort? Unter welchen Bedingungen müssen die Leute arbeiten? Unsere Kontakte helfen uns enorm, doch in solchen Momenten möchte man es sich wirklich vor Ort selber anschauen.

Was motiviert euch am meisten?
Ganz klar Ergebnisse! Mit jeder neuen Erkenntnis und mit jedem abgeschlossenen Meilenstein merken wir immer mehr, dass unser Projekt SMABARREL den Menschen wirklich helfen kann.

Was sind eure nächsten Schritte?

Wir setzen derzeit unseren Fokus auf den Prototypen, für Testläufe muss erstmal der gute Teutoburger Wald herhalten. Wir haben nun eine aufregende Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld. Acht Studenten aus der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen entwickeln im Rahmen ihres Studiums mit uns den SMABARREL. Zudem arbeiten wir derzeit an einer fundierten Umfrage um das Problem der Menschen in Äthiopien in Zahlen festzuhalten.

 

Falls Du SMABARREL bei der Umfrage mit Kontakten oder anderem helfen kannst: Sag Bescheid!