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Kaffungi. Pilze auf Kaffeesatz züchten

Kaffungi kombiniert Nachhaltigkeit und die berufliche Förderung sozial benachteiligter oder behinderter Menschen. Mit dem Anbau von Pilzkulturen auf Kaffeesatz ermöglichen wir die Wiederverwertung eines Abfallproduktes und generieren dabei Arbeitsplätze mit der Aufzucht, Ernte und dem Vertrieb.

„Kaffungi“ – Worum geht es in dem Projekt?

Was glauben Sie, wie viel Kaffeesatz Sie in Ihrem Leben schon produziert haben? Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche 165L Kaffee im Jahr. So kommen in Deutschland jährlich 20 Millionen Tonnen Kaffeesatz zusammen, die ungenutzt im Müll landen. Dabei ist Kaffeesatz mehr als nur Abfall. Kaffungi will an dieser Stelle ökologisch, lokal und sozial ansetzen. Gemeinsam mit den Klienten der Diakonischen Stiftung Ummeln verwenden wir Kaffeesatz zur Zucht von Edelpilzen. Die Ernte wird an lokale Restaurants und Feinkostläden verkauft. Kaffungi schafft somit nicht nur einen Kreislauf der Wiederverwertung, sondern ein Projekt, welches sich selbst finanziert und Menschen mit Behinderung eine sinnstiftende Arbeit bietet.

Das Problem

Menschen mit Behinderung haben es deutlich schwerer einen Job zu finden, als Menschen ohne Behinderung.

Statistik über die Arbeitslosenverhältnisse bei Menschen mit Behinderung.

Diese Statistik verdeutlicht, wie sehr sie auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert werden. Das liegt jedoch nicht daran, dass diese nicht in der Lage sind zu arbeiten. Denn laut einer Studie von Aktion Mensch sind 56 % der Menschen mit Behinderung Nichterwerbspersonen. Das bedeutet, sie könnten arbeiten, aber tun es nicht. Oft liegt dies nicht daran, dass sie nicht arbeiten wollen. Vielmehr finden sie einfach keinen Job.

Die Lösung

Unser Projekt bietet eine Arbeitsstelle mit unterschiedlichen Arbeitsbereichen von der Beschaffung des Kaffeesatzes bis hin zum Anbau und der Ernte der Edelpilze. Hierbei spielt eine wichtige Rolle eine regelmäßige Beschäftigung zu ermöglichen, sowie Erfolgserlebnisse bei erfolgreichen Ernten zu erzeugen. Durch von uns geschulte Betreuung, schaffen wir gleichzeitig unterstützende aber auch zur Selbstständigkeit anregende Tätigkeiten, welche den Menschen mit Behinderung neue Einblicke in das Arbeitsleben zeigen. Der Anbau selbst findet auf dem Gelände der Diakonischen Stiftung Ummeln statt. Hier wurden bereits Räumlichkeiten zur Zucht aufbereitet und eine Probezucht begonnen. In Aussicht steht eine Einführung der Behinderten in die Arbeitsabläufe, sowie eine Erweiterung der Zucht.

Das Team

Am Projekt beteiligt ist aktuell ein 13 köpfiges Team aus Studierenden unterschiedlichster Fakultäten, das seit November 2016 an diesem Projekt arbeitet. Zu den Mitgliedern gehören Studierende der Wirtschaft, der Wirtschaftsmathematik und der Molekularen Biologie. Wir zeichnen uns vor allem durch schnelles Erkennen von Problemen und Hindernissen aus, die wir dann genau so schnell versuchen zu lösen.

Hier sehen sie ein Bild von unserem Team:

Gruppenfoto des Projektteams von Kaffungi.

Gezeigt sind von links nach rechts: Aaron, Nathalie, Alexa, Jan, Jenny (Projektleitung), Pascal, Svenja, Aytekin, Leonie und Sarah. Nicht im Bild sind: Sascha, Ricarda und Lennart.

Bei Rückfragen können Sie uns natürlich jederzeit gerne kontaktieren! Schreiben Sie dazu einfach eine Mail an unsere Projektleiterin Jenny: jennifer.lies@unibielefeld.enactus.de

Weiterführende Informationen