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Korkulente. Kork upcyceln und Jobs schaffen

„Korkulente“ – Worum geht es in dem Projekt?

Der Name des Projekts “Korkulente” besteht aus den Wörter “Kork” und “Sukkulente” – denn genau darum es im Projekt. Das Projekt beschäftigt sich mit zwei Aspekten. Einerseits minimieren wir den verschwenderischen Umgang mit dem Rohstoff Kork. Andererseits können Menschen mit Behinderung im Fertigungsprozess eine sinnvolle Tätigkeit ausüben. Erst sammeln wir die benutzen Korken von Restaurants und Haushalten ein. Unsere Mitarbeiten bohren anschließend ein Loch in die Korken, in das sie dann eine Sukkulente pflanzen. So entsteht eine dekorative „Korkulente“. Lokale Einzelhandelsunternehmen verkaufen diese anschließend.

Bild einer Korkulente - einer Sukkulente in einem Korken.

Das Problem

Jährlich schmeißen Menschen in Deutschland ca. 1,2 Milliarden Korken (ca. 2500 Tonnen) weg – obwohl auch benutzte Weinkorken nachwievor z.B. hervorragende Dämmeigenschaften haben. Weinkorken bestehen hauptsächlich aus der Rinde der Korkeiche. Diese wachsen teilweise 15 Jahre bis die Rinde das erste Mal geerntet werden kann. Ab dann kann der Baum alle neun bis zwölf Jahre „geerntet“ werden. Pro Hektar werden etwa 350 kg Kork pro Jahr produziert. Durch die geringe Präsenz von Menschen in den Kork-Wäldern stellen diese einen Rückzugsort für viele Arten dar. Als Folge dessen sind sie auch von der UNEP als Biodiversitäts-Hotspot ausgezeichnet worden.

Durch den verschwenderischen Umgang mit Kork in vielen Produktionsprozessen steigt die Nachfrage nach dem Rohstoff. Dies hat jedoch nicht zur Folge, dass mehr Korkwälder kultiviert werden. Stattdessen verwenden Firmen immer mehr billigere Plastik-Korken. Dadurch verschwinden langfristig nicht nur natürliche Rückzugsorte für Tiere. Zusätzlich gehen auch viele Arbeitsplätze in der Kork-Produktion verloren.

Die Lösung

Wir kooperieren mit lokalen Restauants, die ihre anfallenden Korken sammeln. Diese holen wir regelmäßig ab und sortieren sie. Wir planen aktuell mit einer der lokalen Behindertenwerkstädten zu kooperieren. Unser Needs Assessment deutet darauf hin, dass es in diesen Einrichtungen Menschen gibt, die gerne mehr arbeiten würden,
dies aber aufgrund der Auftragslage nicht können. Wir werden durch die Etablierung eines neuen Produktes so diesen Menschen die Möglichkeit geben, sich mehr einzubringen. Dabei gestalten wir den Fertigungsprozess so, dass möglichst viele Menschen, die Chance haben, sich selbst darin zu verwirklichen.

Lokale Einzelhandelsunternehmen verkaufen dann das Produkt, also die Korkulente. Der Gewinn fließt vollständig an die kooperierende Behindertenwerkstatt.

Das Team

Unser Team besteht aktuell aus insgesamt 5 Mitgliedern. Wir vereinen sowohl Wissen über Wirtschaft als auch die nötige Expertise um gezielt Pflanzen zu kultivieren.