Ziele richtig formulieren mit SMART+

Vom Ziel zum Erfolg

am 3. April 2017 · von Tim Treis · Abgelegt in Enactus Bielefeld, Wiki

Was ist SMART+?

Zuerst werden wir klären, was mit SMART+ eigentlich gemeint ist. SMART+ bezeichnet eine Sammlung von Grundsätzen zur effektiven Formulierung von Zielen. Damit ist es ein wichtiges Werkzeug in eurem Projektmanagement-Werkzeugkasten. Das Akronym steht für:

Für euch ist es erstmal wichtig, dass ihr euch die Bedeutung des Akronyms einprägt, also die Wörter zu den entsprechenden Buchstaben. Im folgenden werden wir die Begriffe dann erklären und euch an Beispielen den Sinn erläutern.

Spezifisch

Eure Ziele müssen eindeutig definiert sein. Dadurch wisst ihr jederzeit, was gemeint ist. Dafür ist es wichtig, dass ihr euch präzise ausdrückt und den vollen Umfang des Ziels beschreibt.

  • Schlechtes Beispiel: Wir haben einen Ort geschaffen, an dem Kinder spielen können.
  • Gutes Beispiel: Wir haben eine Rasenfläche für 2 Jahre gepachtet, auf der wir 2 Schaukeln und eine Wippe installiert haben.

Messbar

Eure Ziele müssen anhand von eindeutigen Fakten prüfbar sein. Damit sind z.B. Mengen (2 Schaukeln) oder Daten (31.03.2017) gemeint. Später könnt ihr dann überprüfen, ob ihr diese Kennzahlen erreicht habt.

  • Schlechtes Beispiel: Wir haben genug Notizbücher verkauft.
  • Gutes Beispiel: Wir haben bis zum 31.03.2017 insgesamt 50 Notizbücher verkauft.

Akzeptiert

Eure Ziele müssen von dem ganzen Team akzeptiert sein. Dafür ist es nützlich, dass ihr eure SMART+ Ziele gleich zusammen im Team besprecht und definiert. Wenn einzelne Mitglieder nicht hinter den Zielen stehen, macht es das schwerer, sie zu erreichen.

  • Schlechtes Beispiel: Der Projektleiter gibt dem Team eine Liste von SMART+ Zielen und fordert deren Erfüllung.
  • Gutes Beispiel: Der Teamleiter bespricht zusammen mit dem Team offene Punkte. Dann formulieren alle zusammen die entsprechenden Ziele.

Realistisch

Eure Ziele sollen dafür geschaffen werden, um eingehalten zu werden. Dementsprechend bringen euch utopische Deadlines und unrealistische Absatzzahlen relativ wenig. Versucht möglichst präzise abzuschätzen, was ihr tatsächlich erreichen könnt.

Was ihr tut, wenn ihr merkt, dass ihr das Ziel nicht erfüllen werdet, könnt ihr hier nachlesen.

  • Schlechtes Beispiel: Wir haben bis übermorgen Holzplatten gekauft und daraus 2 Gartenhütten gebaut.
  • Gutes Beispiel: Wir haben bis übermorgen eine Liste mit Anbietern für preiswerte Holzplatten zusammengestellt.

Terminiert

Eure Ziele müssen eine ganz klare Deadline haben – alle Ziele. Jeder Student kennt die Wirkung von Deadlines (Klausuren) auf das Lernverhalten ;). Dementsprechend sollte euch folgendes klar sein. Nur wenn ihr eine klare realistische Frist für eure Ziele habt, kann euer Projekt wirklich Fortschritte erzielen.

  • Schlechtes Beispiel: 2017 haben wir mit 5 Kooperationspartnern Verträge unterschrieben.
  • Gutes Beispiel: Am 31.12.2017 haben wir mit 5 Kooperationspartnern Verträge unterschrieben.

Positiv formuliert

Eure Ziele sollten so formuliert sein, als hättet ihr sie bereits erreicht. Durch diese positive Formulierung erhöht ihr die Akzeptanz beim Lesen.

  • Schlechtes Beispiel: Wir werden einen Ort schaffen, an dem Kinder spielen können.
  • Gutes Beispiel: Wir haben eine Rasenfläche für 2 Jahre gepachtet, auf der wir 2 Schaukeln und eine Wippe installiert haben.

Wann sollte ich SMART+ Projektziele definieren?

Pauschal kann man diese Frage nur mit einem „immer“ beantworten. Natürlich kann es übertrieben wirken, wenn man für jede E-Mail gleich ein Ziel definiert. Jedoch wird einem oft erst beim Formulieren des ausführlichen Ziels der vollständigen Umfang der Aufgabe bewusst. So könnte ein Ziel für das Versenden einer E-Mail beispielsweise lauten: „Ich habe bis zum 31.03.2017 eine Mail an Emil Enactusson geschrieben, in der ich ihm in unter 200 Wörtern unser Projekt erkläre.“ Durch diese klare Beschreibung der Aufgabe kann man im Nachhinein besser prüfen, ob das Ziel auch erreicht wurde. Bei einer unklaren Zielvorgabe könnte die E-Mail z.B. viel zu lang sein oder zu spät ankommen.

Natürlich könnt ihr selbst entscheiden, in welchem Umfang ihr die SMART+ Technik verwendet. Jedoch müsst ihr für jeden großen Meilenstein sowie das Gesamtziel des Projektes ein korrektes SMART+ Ziel formuliert haben. Bei dieser Aufgabe unterstützen wir euch auch gerne, fragt dazu einfach den Operations Manager.

Hier erfahrt ihr mehr über die Pflichtdokumente, die in jedem Projekt existieren müssen.

Mehr Infos über SMART+

  • „Zieldefinition“ von agile-master.de: Lesen
  • „Die SMART Methode“ von projektmanagement-manufaktur.de: Lesen
  • Tipps zur Messbarkeit aus dem Enactus Handbuch (Seite 32): Lesen

Schließlich sind wir auch schon am Ende des Artikels angekommen. Wir hoffen, dass ihr jetzt das Konzept von SMART+ verinnerlicht habt und anwendet. Falls ihr noch Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel habt, hinterlasst einfach ein Kommentar 🙂